
19. Mai in Maribor, 20. Mai in Ljubljana
Eine Autorin, ein Autor – und Literatur, die man nicht nur liest, sondern erlebt. In einem gemeinsamen poetischen Dialog zwischen Bedeutung und Klang erschufen Natascha Gangl und Aleš Šteger Lautlandschaften und eröffneten neue Dimensionen der Sprache jenseits nationaler Grenzen. Natascha Gangl verbindet in ihren experimentellen Sprechtexten Sprache, Performance und gesellschaftliche Reflexion. Sie widmet sich häufig der Zweisprachigkeit im österreichisch-slowenischen Grenzraum. Für ihren Text „DA STA“, in dem sie den verdrängten Spuren eines nationalsozialistischen Verbrechens in der Steiermark am Ende des Zweiten Weltkriegs nachspürt, wurde sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Aleš Šteger zählt zu den bedeutendsten und meistübersetzten slowenischen Autoren der Gegenwart. Seine unverwechselbare poetische und philosophische Ausdrucksweise überschreitet immer wieder die Grenzen der Literatur und eröffnet Verbindungen zu Malerei, Architektur, Musik und Film.