
1. – 3. Oktober 2026
Anfang Oktober fand an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Tunis eine internationale geschichtswissenschaftliche Konferenz statt, die sich mit Mischkulturen im Mittelmeerraum und im Nahen Osten auseinandersetzte.
Im Mittelpunkt stand die Keynote von Magdalena Moorthy-Kloss, Expertin für transkulturelle Studien und postkoloniale Geschichte. Sie beleuchtete, wie sich imperiale Kategorisierungen nach „Rasse“ auf jene Menschen auswirkten, die im 20. Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel nach Freiheit strebten.
Moorthy-Kloss ist derzeit FWF-Erwin-Schrödinger-Postdoktorandin am Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. In ihrer interdisziplinären Forschung befasst sie sich mit Sklaverei, Abhängigkeitsverhältnissen und sozialen Hierarchien im Jemen und auf der gesamten Arabischen Halbinsel.