Ausstellung Darja Shatalova „Metonymia“ / Kulturforum Moskau

Installationsausstellung in der Russischen Föderation

Das Bild zeigt eine Installation aus Metall-Konstruktionen mit Plastik, zentraler Teil hat ein bemaltes Dach mit Zeichnungen in rot, links und rechts von diesem so genannten stehenden Turm sind die Wände mit einem durchsichtigen Plastik, links bemalt mit Zeichnungen in gelb, rechts bemalt mit Zeichnungen in blau. Die ganze Installation steht in einem leeren Raum, eine Zeche der ehemaligen Papierfabrik, zwei Ausschnitte der hinteren Wand links und rechts sind mit den blauen Fliesen ausgelegt. Vom hinten vom Boden wird die Installation noch beleuchtet.
Bild: Tanya Sushenkova

10. September – 4. Oktober

„Metonymia“ stellt eine multidimensionale Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung zwischen früheren griechischen Hochkulturen und späteren Ausdrucksformen in der slawischen Kunst und Architektur dar.

Die raumgreifende Installation setzt Zeichensprachen der minoischen und mykenischen Kultur mit stilistischen Merkmalen der orthodoxen Kirchenmalerei zueinander in Bezug und greift in ihrer Konstruktionsform wiederkehrende architektonische Bauelemente auf. In dieser Verschränkung öffnet sich zugleich ein Dialog mit der österreichischen Kunst- und Architekturgeschichte. Das Ornamentale, in Wellen und Linien pulsierend, lässt an den Rhythmus des Jugendstils denken.

Der so aufgespannte Bogen spiegelt sich auch in den Präsentationsorten wider: Die Ausstellung wird zunächst in Moskau in CCI Fabrika gezeigt, wo sich das byzantinische Erbe tief in der slawischen Kultur verankerte und wandert anschließend nach Wien, um die vielfältigen Nachklänge in den Strömungen österreichischer Kunst und Architektur sichtbar zu machen.

Darja Shatalova: geboren in 1988 in Ufa, aufgewachsen in Taschkent & Köln, lebt und arbeitet in Wien.