OPEN CALL – VISUAL ART

Das Bild zeigt eine Illustration des Ausschreibungsplakats mit den weltweiten Standorten der Österreichischen Kulturforen auf einer Übersichtskarte sowie allen entsprechenden Städten in einer senkrechten, alphabetischen Anordnung.
© Clara Grillmaier, Christoph Michael

CULTURAL FORUMS – NEVER AT HOME

Auf Initiative von Staatssekretär Sepp Schellhorn ist mit dem 15. September ein neues gemeinsames Projekt der Auslandskultur mit dem in Wien ansässigen Verein „Never at Home“ gestartet – das Projekt „CULTURAL FORUMS – NEVER AT HOME“, und zwar als bislang umfassendster internationaler Call im Bereich der zeitgenössischen bildenden Kunst. Die Ausschreibung richtet sich an in Österreich lebende und arbeitende Künstlerinnen und Künstler und wird in enger Zusammenarbeit mit den österreichischen Kulturforen organisiert.

Die wesentlichen Eckpunkte des Projekts lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die Einreichungen erfolgen durch in Österreich lebende und arbeitende Künstlerinnen und Künstler der zeitgenössischen bildenden Kunst, einschließlich der Kunst in neuen Medien. Einreichungen sind einzeln oder in Zweierformationen möglich. Die Projektvorschläge sollen konkrete künstlerische Vorhaben darlegen.
  •  Jedes eingereichte Projekt soll einen thematischen Bezug zu jenem Land aufweisen, dem sich die Künstlerinnen und Künstler widmen möchten. Ziel ist die Entstehung neuer kollaborativer und dialogischer Arbeiten, vorzugsweise unter Einbeziehung von Künstlerinnen und Künstlern aus den jeweiligen Gastländern.
  • Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus fünf Personen, wählt für jede Destination zwei potenzielle Gewinnerprojekte – eine Erst- und eine Zweitplatzierung – aus. Neben der inhaltlichen Relevanz sowie der künstlerischen Qualität und Stringenz der geplanten Zusammenarbeit fließt auch die Berücksichtigung interdisziplinärer Aspekte in die Bewertung ein. Sollte das erstplatzierte Werk am Wunschort unrealisierbar sein, kann auf die Zweitplatzierung zurückgegriffen werden.
  • Den ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern wird pro Projekt ein Budget in Höhe von 6.700 Euro aus dem Projektbudget der Zentrale zur Verfügung gestellt. Dieses umfasst die Honorare aller beteiligten Künstlerinnen und Künstler, die Produktions- und Realisierungskosten der künstlerischen Arbeiten einschließlich notwendiger Transportkosten sowie die Beteiligung und Betreuung des Auf- und Abbaus der Präsentation im Rahmen einer gemeinsamen Gruppenausstellung in Wien im Jahr 2028. Bei der Produktion der Werke soll auf einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck geachtet werden.
  • Die ausgewählten Projekte werden bis Ende 2027 mit Unterstützung der beteiligten Kulturforen in den jeweiligen Gastländern umgesetzt. Die Kulturforen werden ersucht, die Reise- und Unterkunftskosten für eine Reise zur Werkspräsentation der am Projekt beteiligten Künstlerinnen und Künstler aus dem jeweiligen Kulturkredit zu finanzieren.
  • Idealerweise werden die Projekte beziehungsweise Ausstellungen in den Räumlichkeiten der Kulturforen realisiert, sofern solche vorhanden sind. Kulturforen ohne eigene Ausstellungsräume werden ersucht, geeignete Partnerinstitutionen einzubinden. Die Kulturforen sollen ihre jeweilige Expertise von Beginn an aktiv in das Projekt einbringen.

Koordinator des Projekts ist Referent Simon Mraz (Sonderprojekte Sektion V), der für Fragen und Anregungen zur Verfügung steht und auch persönliche Gespräche mit den Leiterinnen und Leitern der Kulturforen führen wird.

https://culturalforums.never-at-home.at