At the Interstice / Kulturforum Accra

Offene Architektur in urbanen Zonen

Das Bild zeigt einen Ausstellungsraum mit einer weißen Wand. Links im Bild steht eine Person im Profil und betrachtet eine großflächige Installation an der Wand. Die Person trägt eine dunkle Jacke und eine dunkle Hose und hat eine Glatze. Die Installation besteht aus zahlreichen kleinen, überwiegend schwarz-weißen Fotografien und Bildausschnitten. Sie sind in unregelmäßigen Abständen auf der weißen Wand angeordnet und bilden gemeinsam eine größere, offene Form. Im Vordergrund sind unscharfe helle und dunkle Formen zu sehen. Im Hintergrund links sind große Fenster oder Wandöffnungen des Ausstellungsraums erkennbar. Die Aufnahme ist insgesamt in gedämpften Grau-, Schwarz- und Weißtönen gehalten.
Bild: Godfred Goodman

06. – 31. August 2026

In der Foundation for Contemporary Art-Ghana (FCA) im Herzen von Accra verbindet das durch das Kulturforum Accra co-finanzierte Projekt „At the Interstice” des Architekturbüros Taelon7 den Galerieraum der FCA mit dem Innenhof des historischen W.E.B. DuBois-Zentrums. Geleitet wird das Projekt vom österreichischen Architekten Jürgen Benson-Strohmayer.

Die site-specific Installation baut auf einer ersten Intervention in Kumasi auf. Im Rahmen des vom BMWKMS vergebenen Hans-Hollein-Stipendiums 2025 wurde sie zum Projekt „At the Interstice” weiterentwickelt. Anknüpfend an Hans Holleins berühmtes Diktum „Alles ist Architektur” begreift das Projekt Architektur als offenen, veränderbaren Prozess. Es reduziert Architektur nicht nur auf Bauwerke, sondern schließt Medien, Objekte und kulturelle Praktiken ein.

Leichtbaumaterialien wie Schattierungsnetze und Stahlstangen verwandeln das Areal in eine flexible Schnittstelle für den urbanen Alltag. Flankiert von skulpturalen Fragmenten und spekulativen Zeichnungen greift das Projekt lokale Alltagspraktiken und informelle Bauweisen Ghanas auf. Die Vernissage stieß auf große Resonanz: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Eröffnung, um die neu geschaffenen Übergangszonen aktiv zu erleben und das Zusammenspiel von Beständigkeit und Vergänglichkeit im öffentlichen Raum neu zu diskutieren.