James Joyce & Austria / Kulturforum Warschau

Vortrag beim XXX. James Joyce Symposium

Ankündigungsplakat des James Joyce Symposiums durch das Kulturforum Warschau.
Bild: Österreichisches Kulturforum Warschau

15. – 19. Juni 2026

In Zuge des XXX. Internationalen James Joyce Symposium an der Jagiellonen-Universität in Krakau untersuchte Dr. Walter Gehr in seinem Vortrag James Joyces’s Beziehung zu Österreich. Diese war zunächst biographisch geprägt, da Joyce von 1904 bis 1915 in Triest, dem größten Seehafen der Donaumonarchie, lebte.

Joyce nimmt in seinem Hauptwerk Ulysses einige Male Bezug zu Österreich ein: So kommt der steirische Ort Mürzsteg darin ebenso vor wie der österreichische Autor Sacher-Masoch, der österreichische Kaiser Leopold I oder das Habsburger-Motto: A.E.I.O.U.

In seinem Vortrag besprach Gehr den Einfluss der österreichischen Autoren Sigmund Freud und Otto Weininger und beleuchtete die Rezeption des Werkes Joyces bei den österreichischen Schriftstellern Joseph Roth, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig und Hermann Broch.

Im Zuge des Symposiums, das sich mit verschiedensten Aspekten des Werkes Joyces und dessen Übersetzungen befasste, wurde auch dessen Verhältnis zur Musik untersucht (auf Mozarts Don Giovanni wird in Ulysses mehrfach Bezug genommen) und eine Quadrille, die Joyce in seiner Kurzgeschichte „Die Toten“ beschreibt, nachgetanzt.

Das Internationale James Joyce Symposium findet alle zwei Jahre statt. 2028 wird es in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje abgehalten werden.