Stefan Zweig Woche / Botschaft Lima

Literatur, Exil und Humanismus heute

Das Bild zeigt eine szenische Lesung auf einer Bühne mit holzverkleideter Rückwand. Drei Schauspieler in dunklen Anzügen stehen beziehungsweise sitzen um einen niedrigen Tisch mit einem Schachbrett. Zwei schwarze Stühle flankieren die Szene. Einer der Darsteller sitzt konzentriert am Tisch, während die beiden anderen mit Manuskriptseiten in der Hand agieren. Die Beleuchtung richtet den Fokus auf die Figuren und erzeugt eine intensive, dramatische Atmosphäre. Die minimalistische Bühnenausstattung unterstreicht den psychologischen Charakter der Aufführung von Stefan Zweigs „Schachnovelle“.
Bild: ÖB Lima

04.-08. Mai

Die „Stefan Zweig Woche“, organisiert von der Österreichischen Botschaft Lima gemeinsam mit dem Goethe-Institut Peru, widmete sich dem Werk und der Aktualität des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig.
Den Auftakt bildete dabei die Ausstellung „Stefan Zweig: Weltautor“, die Zweig als bedeutenden Literaten und überzeugten Humanisten präsentierte. Ergänzt wurde das Programm durch Filmvorführungen sowie ein Gespräch mit Gabriela Javier und Percy Encinas über Kunst, Politik und gesellschaftliche Verantwortung.
Einen besonderen Höhepunkt stellte die szenische Lesung der „Schachnovelle“ mit Yamil Sarin, Drago Santos Del Rosario und Manuel Baca Solsol dar. Die eindrucksvolle Inszenierung machte Zweigs letzte vollendete Erzählung als intensive Auseinandersetzung mit Isolation, psychischem Druck und den Folgen politischer Gewalt erfahrbar. Die Veranstaltungsreihe bot damit einen lebendigen Zugang zu Zweigs Werk und eröffnete zugleich Raum für aktuelle Reflexionen über Erinnerung, Exil und Menschlichkeit.