
14.-17. Mai
Sexualität als Ästhetik und politischer Ausdruck. Im Laufe der Geschichte hat die Zurschaustellung von Intimität vielfältige Bedeutungen angenommen, von Akzeptanz bis Tabu, von Aufforderung bis Unterdrückung, von spielerisch bis hin zu sozialem und politischem Manifest, je nach Freiheitsdrang und Entwicklung der Gemeinschaften und Gesellschaften weltweit zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Kulturhub Apollo111 Cinema in Bukarest eröffnet die Debatte über die gegenseitige Beeinflussung von Sexualität und Gesellschaft im Rahmen der ersten Ausgabe von CUCU BAU, einem Mikro-Festival für erotisches Kino, das vom 14. bis 17. Mai stattfindet.
Das von Filmkritiker Andrei Rus kuratierte Programm vereint Titel aus der gesamten über 130-jährigen Geschichte des Kinos und schafft so ein Erlebnis, das verschiedene Stile, Epochen und Sensibilitäten durchquert. Die ausgewählten Filme erforschen Sexualität nicht nur als Thema, sondern als filmische Sprache: vom für seine Zeit skandalösen, aus heutiger Sicht jedoch fast naiven Stummfilm bis hin zu intensiven zeitgenössischen Erkundungen, in denen sich Begierde mit Angst, Politik oder Identität vermischt.
Die Stummfilmnacht am 15. Mai zeigt die Anfänge der Pornografie im Kino – Filme aus den Jahren 1900-1940. Zu den spektakulärsten Beiträgen des Programms zählt die Saturn-Auswahl früher Filme (1907–1910), die vom Filmarchiv Austria zur Verfügung gestellt werden. Alle Vorführungen sind nur für Zuschauer über 18 Jahren zugänglich.
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