
16. April
Nach einer Lesereise in Polen, die sie an mehrere Österreich-Bibliotheken führt, gibt die österreichisch-polnische Schriftstellerin Kaśka Bryla am 16. April eine Lesung am Kulturforum.
In ihrem Roman verhandelt sie die Widerstandsgeschichte ihres Vaters Zygmunt Bryla (1926-2009), der während des Zweiten Weltkriegs in der Armia Krajowa war und 1946 als politischer Gefangener nach Sibirien deportiert wurde.
Sie thematisiert dabei die Zerbrechlichkeit des Lebens und ihre Erfahrung der Ausgrenzung in der Gesellschaft als queere Frau. Scheinbar unterschiedliche und entfernte einzelne Motive des Romans zerschmelzen zu einem inneren Monolog, der an einen Bewusstseinsstrom erinnert. Geschickt verbindet Bryla dabei das Motiv des Überlebens im russischen Gulag mit dem Überlebenskampf gegen Covid während der Pandemie. Sie schreibt mutig, zärtlich und schonungslos.