Da kommt noch wer / Botschaft Oslo

Kammeroper nach Jon Fosse

In einem dichten, grünen Wald mit Farnen und Unterholz stehen drei schwarz-weiße, ausgeschnittene Personenfiguren, die wie in die Natur hineingestellt wirken. Im Vordergrund befindet sich eine Frau mit schulterlangem Haar und dunkler Kleidung, die geradeaus blickt. Etwas dahinter stehen zwei Männer: links eine Person mit nachdenklicher Haltung und angewinkeltem Arm, rechts ein Mann in Anzugjacke mit offenem Hemd, der frontal nach vorn schaut. Der starke Kontrast zwischen den grauen Figuren und der lebendigen, grünen Waldumgebung erzeugt einen collageartigen, surrealen Eindruck.
Parkteatret Oslo

24. Februar

Die Kammeroper Nokon kjem til å kome (Da kommt noch wer) von Jon Fosse wird im Parkteatret Oslo in einer neuen musikdramatischen Form präsentiert. Mit Musik von Knut Vaage und unter der Regie von Bruno Berger-Gorski (Obmann Verein “Musiktheater Wien“) entsteht eine intensive, unmittelbare Bühnen-Erfahrung, die eng mit Körper, Stimme und Stille arbeitet. Zwei Menschen ziehen sich in ein abgelegenes Haus am Meer zurück und suchen Einsamkeit – doch etwas beginnt zu vibrieren: Was, wenn doch jemand kommt? Fosses poetisches und spannungsgeladenes Drama trifft auf Vaages expressive, tiefgründige Musik und erzeugt eine beklemmende, atmosphärische Wirkung, die das Publikum fesselt. Mit Marianne Folkestad Jahren, Halvor F. Melien und Magnus Staveland in den Hauptrollen, wird das Stück zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Isolation, Sehnsucht, Macht und innerem Unbehagen. Außerdem zu sehen am 28.02. im Porgy & Bess in Wien (Norwegisch mit Übertiteln).