Gottlieb Wallisch bei “Ewige Hoffnung” / Kulturforum Prag

Eröffnungskonzert des Gedenk-Festivals

Das Porträt zeigt einen aufgeklappten Klavierflügel, hinter dem ein mittelalter weißer Mann mit Brille in Anzug und Krawatte sitzt. Ein Arm liegt auf dem Klavier auf, mit dem anderen stützt er seinen Kopf ab. Oben im offenen Klavierflügel spiegelt sich das Innere des Instrumentes sowie der Kopf des Mannes.
Bild: © Robert Rieger

2. Februar

Věčná naděje (dt. „Ewige Hoffnung“) ist ein Musikfestival, das außergewöhnliche künstlerische Qualität und eine Botschaft der Menschlichkeit in den Vordergrund stellt. Das Festival war das erste, das sich systematisch mit den Werken von Komponisten beschäftigte, die während des Zweiten Weltkriegs unter den unmenschlichen Bedingungen der Konzentrationslager Musik schufen. Dabei es bildet tschechische, jüdische und deutsche Kultur sowie ihre gegenseitigen Einflüsse ab.

Heuer findet das Festival bereits zum achten Mal vom 02.02. bis 26.11. an verschiedenen Orten in Prag statt. Feierlich eröffnet wird es am 2.2. im Prager Rudolfinum durch ein Konzert des österreichischen Pianisten Gottlieb Wallisch.

Gottlieb Wallisch präsentiert ein äußerst selten aufgeführtes Werk des bekannten tschechischen Opern- und Operettenkomponisten Jaromír Weinberger. Ergänzt wird das Programm durch Kompositionen von Alois Hába, Erwin Schulhoff und Wilhelm Grosz – Komponisten jüdischer Herkunft, die mit ihren musikalischen Schöpfungen die Kultur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereichert haben.

Am darauffolgenden Tag gibt Gottlieb Wallisch noch eine Masterclass für Klavierstudierende in den Räumlichkeiten des Österreichischen Kulturforums.